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Lehmann Ziebs Reppel
Lehmann Ziebs Reppel
Das Jahr 2003 steht ganz im Zeichen der Feuerwehr Lüdenscheid. Folgende Jubiläen stehen an:

::. 125 Jahre Feuerwehr Lüdenscheid
::. 110 Jahre Spielmannszug
::. 35   Jahre Jugendfeuerwehr


Durchgeführt wurde eine Informationsveranstaltung im Stern Center Lüdenscheid, bei der sich die verschiedenen Abteilungen der Feuerwehr Lüdenscheid vorstellten und dem interessierten Bürger Rede und Antwort standen. Auf großen Stellwänden wurde das Thema "Feuerwehr" behandelt und dargestellt. Der Bürger erfuhr etwas über die Ausbildung im Brandschutz und Rettungsdienst, über die Brandschutzerziehung, dem Spielmannszug, der Höhenrettungsgruppe, den einzelnen Löschzügen und über alle anderen wichtigen Themen. Die Veranstaltung wurde über eine Woche im Stern Center präsentiert.

Bericht aus der LN (Lüdenscheider Nachrichten (12.04.2003)

LÜDENSCHEID • Die wichtigste Ansage machte Feuerwehrchef Richard Lehmann gleich zu Anfang: "Der Brandschutz ist trotz der Feier absolut gesichert." Damit hatten die Gäste in der voll besetzten Fahrzeughalle der Feuerwache schon einmal eine Sorge weniger und konnten sich voll und ganz dem Fest widmen.

125 Jahre Freiwillige Feuerwehr, 110 Jahre Spielmannszug und 35 Jahre Jugendfeuerwehr - gleich drei Gründe gab es für den großen Bahnhof am Dukatenweg: die Kameraden der Lüdenscheider und benachbarten Wehren, Kollegen von Hilfsorganisationen und Polizei, Stadt-, Kreis- und Bezirksvertreter - eine große Schar von Gratulanten begrüßte Lehmann gestern Abend. Und er nahm sie mit in die Geschichte der örtlichen Feuerwehr und in die Zukunft. Denn neben einer Rückschau in die bewegte Historie stand auch der zielsichere Blick nach vorn.

Den verbanden Bezirksbrandmeister Hartmut Zieps und der stellvertretende Kreisbrandmeister Dieter Grefe in ihren Grußworten gleich mit einem deutlichen Appell an die Politiker in Stadt, Kreis und Land: "Gehen sie mit diesem Bürgerengagement verantwortlich um." Während Zieps das Jubiläum schmunzelnd als "herausragendstes Ereignis" der vergangenen 125 Jahre bundesdeutscher Geschichte darstellte, blieb auch der Ernst der Sache nicht auf der Strecke. Sieben Milliarden Euro müsste der Bund im Jahr aufbringen, wollte er den Brandschutz ausschließlich mit Hauptamtlichen bestreiten - Geld, das nicht vorhanden ist. Gerade deshalb sei es notwendig, das Jahrzehnte währende freiwillige Engagement von Bürgern für Bürger von oberster Stelle zu unterstützen. Zieps: "Gibt es etwas Größeres als ein Menschenleben zu retten?"

Und auch Bürgermeister Friedrich Karl Schmidt würdigte - auch im Hinblick auf die sechs großen Stadtbrände in Lüdenscheids Stadtgeschichte - den Einsatz der Feuerwehrmänner und inzwischen auch -frauen: "Das verdient unser aller Respekt." Für die zwei anderen Jubilare fand Schmidt nicht weniger lobende Worte: Der Spielmannszug sei "ein musikalischer Bote unserer Stadt" und die Jugendfeuerwehr für die Zukunftsgestaltung unverzichtbar.

Zukunft gestalten - das nahmen Bernd Manthey und Christian Reppel wörtlich und präsentierten die alte Wehr in neuem Gewand. Ein rasanter Video-Clip beleuchtete die Vielfalt des Feuerwehrlebens und die Präsentation von Internet-Auftritt und Hochglanz-Flyern stieß auf denselben tosenden Beifall (Bericht folgt).

Dass die Feuerwehr den Lüdenscheidern gestern wie heute verpflichtet ist, bewies ein Einsatz, der in die stressigen Vorbereitungen fiel: Gegen 18 Uhr wurde die Drehleiter zur Wilhelmstraße beordert, um eine hilfsbedürftige Frau aus dem Dachgeschoss in den Rettungswagen zu befördern.

 

von Corinna Bunte, Lüdenscheider Nachrichten

Bericht Westfälische Rundschau (12.04.2003)

Lüdenscheid: "Vor 125 Jahren wurde die Lichtgeschwindigkeit entdeckt, die Kinderarbeit verboten, die Sozialistengesetze erlassen und Gustav Stresemann geboren. Aber das herausragende Ereignis des Jahres 1878 war eindeutig die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Lüdenscheid!"

Bezirksbrandmeister Hartmut Ziebs war gestern Abend nicht der einzige Redner auf der Feuer- und Rettungswache am Dukatenweg, der am Jubiläumstag der Feuerwehr weit zurück in die Geschichte blickte. In Uniform sagte Bürgermeister Schmidt in der voll besetzten Fahrzeughalle: "Nach sechs Stadtbränden versteht jeder die besondere Beziehung der Lüdenscheider zu ihrer Feuerwehr: Sie verdient in hohem Maße unseren Dank."

Wehrleiter Richard Lehmann kam indes auch auf die aktuelle Situation zu sprechen, zu der Querelen und Nachwuchsmangel zählen: "Die Feuerwehr ist stark, aber auch empfindlich gegen störende Einflüsse. Sollte dieses Bürgerengagement einmal wegbrechen, dann ist die Stadt wirklich um vieles Lebensnotwendige ärmer."

Ziebs mahnte Politiker und Arbeitgeber, die Einsatzbereitschaft der Wehr nie aufs Spiel zu setzen. Seinen Kameraden riet er, das eigene Bild nach außen zu wandeln: "Wir sind keine Bittsteller. Gibt es denn etwas Größeres, als ein Menschenleben zu retten?"

Nachdem Ziebs wie auch Vize-Kreisbrandmeister Dieter Grefe dem Wehrleiter ein Präsent überreicht hatte, folgte den wortreichen Rückblicken ein fulminanter Kurzfilm auf einer Großleinwand, der in 2:40 Minuten rasant geschnittene Pressefotos zeigte - darunter viele WR-Bilder. Dramatische Einsatzszenen aus Lüdenscheid hatten die Macher um Bernd Manthey musikalisch mit effektvoller Popmusik unterlegt. Das Action-Video erhielt Riesenbeifall, ebenso die von Christian Reppel vorgestellte, jetzt unter "www.feuerwehr-luedenscheid.de" freigeschaltete offizielle Homepage.

Krönung und Abschluss des offiziellen Teils aber war das Ausrollen eines 25 Meter hohen Transparents über die gesamte Front des Schlauchturmes. Es erinnert jetzt unübersehbar daran, dass 2003 auch das 110. Jahr des Spielmannszuges und das 35. der Jugendfeuerwehr ist. Bericht folgt Lesen Sie auch auf Seite 7

Von Thomas Hagemann, Westfälische Rundschau

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Montag, 21. August 2017

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